Augenpraxis St. Valentin Blog

Das Auge isst mit

Das Auge isst mit

Oder: Sind Karotten wirklich so gut für die Augen?

„Iss die Karotten, die sind gut für deine Augen!“ – Eine alte Weisheit die uns bereits seit Kindertagen begleitet. Sieht man aber wirklich besser wenn man viele Karotten isst?

Der Mythos sagt: Karotten sind gut für die Augen. (Foto: © koco.at)

Karotten sind reich an Beta-Carotin, das in unserem Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Und dieses Vitamin A ist essentiell für die Stoffwechselfunktion des Auges.

Ein Mangel an Vitamin A führt zu Nachtblindheit und in weiterer Folge zur Austrocknung und Vernarbung der Hornhaut. In Europa kommt ein ernsthafter Vitamin-A Mangel eher selten vor. Doch in Entwicklungsländern ist dieser noch immer eine der Hauptursachen für Erblindung und wird auch als Kinderblindheit bezeichnet.

Verbessert sich also meine Sehleistung wenn ich viele Karotten esse? Die Antwort lautet leider nein. Denn der Körper wandelt nur soviel Beta-Carotin zu Vitamin A um wie er braucht und eine gesunde Netzhaut funktioniert auch durch ein Überangebot an Vitamin A nicht besser.

Aber: Die gelben und orangen Rüben enthalten nicht nur Vitamin A, sondern auch das für die Augen wichtige Vitamin C und Lutein. Lutein ist ebenfalls am Stoffwechsel der Netzhaut beteiligt und dient zur Vorbeugung einer Netzhautverkalkung (AMD). Und Vitamin C spielt unter anderem eine große Rolle in der Prävention des Grauen Stars.

Wer nun keine Karotten mag muss aber keine Sorge haben damit seine Augengesundheit aufs Spiel zu setzten. Beta-Carotin (bzw. Vitamin A) ist z.B. auch enthalten in Kürbis, Butter, Spinat oder tierischen Leberprodukten. Lutein in fast allen grünen Gemüse- und Kräuterarten wie Grünkohl, Spinat, Brokkoli oder Petersilie.

Die bei weitem höchste Konzentration an Vitamin A enthält übrigens Lebertran. Igitt!